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Schon Anfang 80er erstand ich diesen schönen Tonarm aus einem Restpostenangebot. Leider hatte ich keinen passenden Plattenspieler. So improvisierte ich die Montage auf den TD 126 MkIII. Aber selbst auf der äußerst möglichen Ecke war er immer noch ein klein wenig zu lang für die optimale Geometrie, aber es ging. So spielte er viele Jahre mit dem Ortofon MC 30 Super. Schon damals beeindruckte die Wiedergabefähigkeit dieses Tonarms. Dann entschied ich mich im Rahmen des Neuaufbaus, den Koshin GST-801 wieder auf seinen alten Platz zu montieren, da ich ihn gängig bekam. Der PUA 1600 L verschwand daher für einige Jahre in einem Karton.

Als sich dann endlich die Möglichkeit bot, einen passenden Plattenspieler, den TD 126 Mk V als Unterbau zu erschaffen, kam nun die große Stunde für den 1600 L, endlich in harmonischer Einheit betrieben werden zu können. Doch bevor es an die Montage auf den TD 126 ging, sollte er auch komplett renoviert werden, um bestmögliche Performance zu erzielen. Als Orientierung diente hier das Pilotprojekt PUA 1600 S.

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Alle alten Tonarmleitungen wurden entfernt.

 

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Beide Saphierlager sind intakt.

 

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Ersatz der Gummihülsen durch Aluminiumzylinder. Die Belagscheiben dienen der Höhenjustage der Lagerschrauben.

 

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Die Aluminiumzylinder zentrieren die Lager.

 

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Die neuen, gehärteten Lagerspitzen.



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Prüfung der Lagerbeweglichkeit und Passgenauigkeit der Lagerspitzen, ebenso den Sitz des neuen Auslegers für das Antiskating.

 

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Für den langen Arm kam einer verlängerte Paßhülse zur Anwendung, die die Gummilagerung ersetzt.

 

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Leider geriet der Abstandsrand etwas zu flach, was die effektive Tonarmlänge um 1mm verkürzt hätte. Ein Ausgleichsring korrigiert das.

 

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Diese Hülse wurde dann in das Tonarmrohr durch Presspassung eingedrückt. Es folgen dieses Mal einzelne Segmente von Balsaholz, da diese bis in den Kröpfungsbogen wirksam sein sollen.

 

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Dann werden drei Kabelschläche eingeführt und am Rohrende mit Klebstoff fixiert. Später werden sie bündig abgelängt. Der Tonarmohrflansch wurde in die Paßhülse gedrückt, auch als Presspassung.

 

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Der Träger des Achsenkreuzes.

 

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Das Bajonett mit Originalinnenverkabelung.

 

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Ein Stärkevergleich von neuer HF-Litze (7x 0.14mm) mit Original Sony-Tonarmlitze. Die HF-Litze besteht aus einzelnen Kupferlackdrähten, so das der Skineffekt hier kaum eine Chance hat.

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Das Bajonett mit den neuen Leitungen.

 

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Am vorderen Ende des Rohres ein Blick auf die Kabelschläuche. Sie führen jeweils eine verdrillte Litze eines Kanals bzw. die Masseleitung vom Bajonett.

 

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Die Leitungen in den abgelängten Kabelschlächen sind eingezogen und mit Klebstoff fixiert.

 

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Dann kann das Tonarmrohr wieder montiert werden. Mit den feinen Litzen muß man sehr behutsam umgehen.

 

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Das Tonarmrohr ist wieder an seinem Platz, es werden die Litzen gerichtet und zur Montage der Horizontallagereinheit vorbereitet.

 

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Pendeltest mit verlegten Litzen ob sie behindernd wirken. Der Tonarm kommt vertikal nie zur völligen Ruhe, da schon die natürliche Luftbewegung das Lager ständig zum Schwingen anregt. Der Reibunswiderstand hat schon die Qualität von Messgeräten.

 

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Die horizontale Lagerung bekommt wieder die bewährten Vollkeramikkugellager mit extrem geringer Reibung.

 

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Die Justierung des Lagerspiels ist dann korrekt, wenn die Lagerschaftaufnahme frei ausschwingen kann, die beiden Bohrungen pendeln sich obenstehend ein und zugleich kaum spürbares Lagerspiel vorhanden ist.

 

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Es kommt anstatt der Tonarmsteckbuchse hier ein neuer Einsatz zur Anwendung, der lediglich drei Durchgangsbohrungen für die Verkabelung hat, und einem Metallkontakt aus Bronze für den Massekontakt zum Tonarmschaft. Die feinen Litzen werden mit einer Klebstoffkugel gegen herausziehen gesichert. Der Tonarm bekommt eine Pseudodurchverkabelung, durchgehend vom Bajonett bis zum Cinchanschlußkästchen auf der Rückseite des Plattenspielers.

 

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Der Lift bekam neues Silikonöl. Der Kolben wurde bei der Abbildung hier verkehrt herum gelegt.

 

Thorens TD 126 Mk V

Der fertige Arm auf dem Thorens TD 126 Mk V.

 

Thorens TD 126 Mk V

Thorens TD 126 Mk V

Thorens TD 126 Mk V
 Stammspielpartner des PUA 1600 L ist hier das Ortofon MC Cadenza Bronze.